Ad absurdum

Hing dir an den Lippen,
ganz so wie eine Gehörlose,
die nicht mehr gehen kann.
Doch bist du der Stumme,
der nicht sehen kann.

Hast mich an der Angel –
ich zapple noch ein letztes Mal.
Hast sie eigentlich nie ausgeworfen –
und ich esse keine Fische.

Ist wie Freundschaft:
man nimmt, was man kriegen kann.

Liest mich an der langen Leine –
ich bin in der Ferne noch ein verschwommener Punkt.
Liest mich dir einfach zulaufen –
und bin ich doch eigentlich kein Hund.

War wie Freundschaft:
hab genommen, was ich kriegen konnte.

Vermisse dich jetzt.
Doch bist du nicht weg,
warst ja nie da.

Das hab ich jetzt davon.
Bist irgendwie weg,
bin irgendwie noch hier:
belle auf trockenen Wasser
und schwimme laut am gleichen Punkt
unter blinden Fischen.

War nie Freundschaft,
wird nie mehr.

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